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Eine aufregende Wendung der Ereignisse
Die Ölpreise haben in einem recht turbulenten Verlauf einen bemerkenswerten Anstieg erlebt. Angesichts der zunehmenden Spannungen im Nahen Osten reagieren die globalen Märkte deutlich verunsichert. Brent-Rohöl verteuerte sich um beeindruckende 10 % auf 79.90 US-Dollar pro Barrel und erreichte kurzzeitig einen Höchststand von 82.00 US-Dollar. Gleichzeitig stieg der Preis für US-Rohöl um 8.2 % und pendelte sich bei 72.64 US-Dollar pro Barrel ein. Es ist wahrlich ein ziemlich hektischer Montag, da die militärischen Konflikte die globalen Konjunkturaussichten weiterhin trüben und möglicherweise sogar die Inflation anheizen.Quelle).
Die Unruhen im Nahen Osten
Israels neue Luftangriffe auf Teheran und die verstärkten Militäraktionen gegen die Hisbollah im Libanon haben weltweit Aufmerksamkeit erregt. Auch der Iran soll Berichten zufolge Raketen aus seinen zentralen Regionen auf sogenannte „feindliche Stellungen“ abgefeuert haben. Die Signale von US-Präsident Trump deuten darauf hin, dass die US-israelischen Bemühungen gegen iranische Ziele noch Wochen andauern könnten.
Diese Situation schürt naturgemäß die Besorgnis um die Straße von Hormus. Diese schmale Wasserstraße ist eine entscheidende Transportader für rund ein Fünftel des weltweiten Seeöltransports und 20 % des Flüssigerdgastransports. Tanker stehen nervös an beiden Ufern vor Anker und zögern aufgrund von Angriffsdrohungen und Versicherungsproblemen, die Durchfahrt zu wagen.
Ein unangenehmer Anstieg der Inflation
Michael Langham von Aberdeen Investments weist auf die erheblichen kurzfristigen Störungen der globalen Energieversorgung hin. Er glaubt jedoch nicht, dass ein globaler Ölpreisanstieg das Ziel der Trump-Regierung ist, insbesondere angesichts der bevorstehenden Zwischenwahlen. Ein anhaltender Ölpreisanstieg könnte jedoch die Sorgen um die globale Inflation neu entfachen. Ein solcher Anstieg wirkt wie eine Steuer für Unternehmen und Verbraucher und könnte die Nachfrage potenziell dämpfen.Quelle).
Die OPEC+ einigte sich auf eine moderate Produktionssteigerung von 206,000 Barrel pro Tag für April. Dennoch bleibt der Export dieses Öls aus dem Nahen Osten angesichts der aktuellen Spannungen ein Problem.
Marktreaktionen
Die Aktienmärkte weltweit gerieten unter Druck. Der STOXX 600 gab in Europa um 1.7 % nach, nachdem die Aktien im asiatisch-pazifischen Raum bereits um 1.8 % gefallen waren. Die S&P-500-Futures sanken um 1.5 %. Banken verzeichneten deutliche Verluste von 3.6 %, bedingt durch Konjunktursorgen. Fluggesellschaften, die stark von Energiepreisen abhängig sind, brachen um 5 % ein.
Im Gegensatz dazu zeigten sich Energieaktien in Europa dynamisch und legten um 4 % zu, wobei BP und Shell jeweils um fast 6 % stiegen. Auch europäische Rüstungsaktien verzeichneten einen Zuwachs von 1.3 %. Während die meisten Märkte Schwierigkeiten hatten, gelang chinesischen Blue Chips ein moderater Anstieg von 0.4 %..EU).
Währungsbewegungen: Der Wiederaufstieg des Dollars
Im Währungsbereich dominierte der Dollar. Er legte gegenüber dem japanischen Yen um 0.6 % und gegenüber dem Schweizer Franken um 0.5 % zu. Pfund und Euro gaben jeweils um etwa 1 % nach, was die Stellung des Dollars als sicherer Hafen unterstreicht. Jordan Rochester von Mizuho bemerkte: „Die Korrelation des Dollars mit dem Risiko ist zurück“, ein Zeichen für die Rückkehr zur Normalität bei den Währungskorrelationen nach den geopolitischen Umbrüchen.
Diese Wiederaufnahme unterstreicht die Rolle des US-Dollars als globaler Zufluchtsort, trotz der jüngsten unberechenbaren Politik.
Anleiherenditen und Bankenbedenken
Die Renditen US-amerikanischer Staatsanleihen stiegen leicht auf 3.969 %, nachdem sie im Tagesverlauf kurzzeitig ein Elfmonatstief erreicht hatten. Der Ölpreisanstieg könnte die Möglichkeiten der Federal Reserve zur Zinssenkung einschränken, trotz der Markterwartungen auf eine Lockerung im Juni. Anleihen gerieten unter Druck, als das britische Kreditinstitut MFS aufgrund von Vorwürfen finanzieller Unregelmäßigkeiten ins Wanken geriet. Der Zusammenbruch rückte die allgemeine Kreditproblematik in den Fokus und betraf auch namhafte, mit MFS verbundene Banken. Der Niedergang von MFS belastete zudem Bankaktien, da die Marktteilnehmer diese Woche auf wichtige US-Wirtschaftsdaten warten.Quelle).
Die Märkte rechnen mit der Möglichkeit von Zinssenkungen, doch dieses turbulente Umfeld schürt Unsicherheit.
[Berichterstattung von Alun John und Wayne Cole. Redaktion: Sam Holmes und Shri Navaratnam]